Beistand für eine bewußtlose Person (...)
Handsignalsystem
Es kann mit einer bewußtlosen Person ein Signalsystem ausgemacht werden, um sie zu befragen und „Ja“- oder „Nein“-Antworten zu erhalten. Das Signalsystem ist einfach: Ergreifen Sie sanft die Hand der Person mit Ihrer Hand, so daß sie sie drücken kann. Sagen Sie ihr: „Sie können mir antworten, indem Sie meine Hand drücken. Drücken Sie einmal für ,Ja` und zweimal für ,Nein`.“ Sie können dann einfache Fragen stellen, um herauszufinden, ob Sie eine Verbesserung erzielt haben: „Können Sie mich hören?“ oder „Wissen Sie, wo Sie sind?“ Gewöhnlich wird die Person, selbst während sie bewußtlos ist, darauf antworten, und sei es auch schwach. Gibt es keine Antwort oder eine negative Antwort, setzen Sie die Beistandssitzung fort.
Dieses System ist besonders nützlich, wenn Sie jemandem, der im Koma liegt, einen Beistand geben. Nehmen wir an, Sie bemerken während des Beistands eine Veränderung bei der Person, wie zum Beispiel, daß ihre Augenlider zittern oder sich geringfügig öffnen. An diesem Punkt kann das Signalsystem verwendet werden, um die Person zu fragen: „Fühlen Sie sich irgendwie besser?“ oder „Wissen Sie, wo Sie sind?“ Wenn Sie feststellen, daß sie eine Verbesserung erreicht hat, so beenden Sie diese Sitzung; andernfalls fahren Sie fort, bis sie wirklich eine Verbesserung erreicht hat.
Ein weiteres Beispiel für die Verwendung dieses Systems wäre die Situation, daß Sie bei jemandem, der im Koma ist, dem Sie bereits regelmäßige Beistandssitzungen gegeben haben, eine Beistandssitzung starten wollen. Am Beginn einer solchen Sitzung können Sie das Händedruck-Signalsystem festlegen und die Person fragen: „Geht es Ihnen heute irgendwie besser?“ oder „Geht es Ihnen besser als das letzte Mal, als ich hier war?“ Ungeachtet dessen, welche Antwort Sie erhalten (solange die Person nicht gerade an diesem Punkt das Bewußtsein wiedererlangt), machen Sie noch mit dem Beistand für Bewußtlose weiter, bis Sie für diese Sitzung eine Verbesserung erzielt haben.
Sie werden vielleicht Kontrolle über die Umwelt herstellen müssen, bevor der Beistand begonnen werden kann. Wenn Sie den Beistand zum Beispiel in einem Krankenhaus machen würden, so müßten Sie sicherstellen, daß Ärzte und Pflegepersonal Sie beim Geben des Beistands nicht unterbrechen.
Der Beistand ist abgeschlossen, wenn Sie erreicht haben, daß die Person wieder bei Bewußtsein ist. Es kann sein, daß dies ziemlich rasch geschieht, oder es kann manchmal viele Sitzungen erfordern, bevor es erreicht wird. Ihre Aufgabe ist, nicht aufzugeben und jede Sitzung bis zu einer Verbesserung für die Person hinzuführen. Wenn die Person wieder bei Bewußtsein ist, wird der Beistand beendet, aber das ist nicht das Ende Ihrer Arbeit mit der Person. Es bedeutet, daß Sie jetzt zu anderen Beistandsaktionen und Prozessing weitergehen können.
Dieser einfache Beistand kann eine bewußtlose Person zum Leben und zu Vitalität zurückführen. Wenn er richtig gemacht wird, kann das Ergebnis die größte Zauberei sein, die man je gesehen hat!
|
|